“learning by doing” – Fluch oder Segen?
Menschen sprechen. Menschen sprechen sogar eine ganze Menge, nämlich durchschnittlich 16.000 Worte am Tag.
Auch Auszubildende sprechen. Sie sprechen über die Ausbildung, über Privates, über Politik, über Glauben und das letzte Wochenende.
Und sie sprechen mit vielen verschiedenen Menschen: Mit Ausbildern, Angestellten, mit anderen Auszubildenden, liebenden Eltern und harten Kerlen. Und all diese Menschen sehen Dinge vollkommen unterschiedlich.
So kommt es wohl auch, dass ich über die Erfahrungen während der Ausbildung unterschiedliche Resonanzen bekommen habe. “learning by doing” klingt doch gut, oder? Man arbeitet produktiv mit, lernt unterschiedlichste Bereiche der IT-Branche sehr früh kennen und sieht vor allem auch das Ergebnis seiner Arbeit in einem praktischen Zusammenhang.
Man bekommt viel über Sicherheitsrisiken mit, über Directory Dienste wie LDAP oder das AD. Es geht um Switche und SSL, die Schwierigkeiten die entstehen große Unternehmen zu vernetzen und um den Alltag in dieser Branche. Mal eine Festplatte in einem Server die den Geist aufgibt, dort das Problem mit der Installation, da der streikende VPN Zugang und der Bluescreen der immer wieder beim Start erscheint… ;)
Es gibt so viel zu lernen und so “wenig” Zeit. Es sind schon fast 4 von 36 Monaten um. Und doch kommt es mir vor, als wüsste ich noch so wenig.
Das mag aber auch daran liegen, dass mir ein richtiger Ausbilder, der mir auch mal etwas zeigt, mir die genauen Hintergründe erklärt, fehlt. Meine Kollegen sind wirklich super, aber sie sind selbst mit ihrer Arbeit beschäftigt und haben keine Zeit diese Rolle zu übernehmen.
Ein Ausbildungsbetrieb sollte dafür Sorge tragen, dass ein Azubi etwas gezeigt bekommt, also tatsächlich ausgebildet wird.
Natürlich kann man nun sagen, dass auch Eigeninitiative und selbstständiges Lernen gefragt sind, doch diese Zeit muss man ebenfalls finden. Oftmals sind es dann die Tätigkeiten die wohl unter den Spruch “Lehrjahre sind keine Herrenjahre” fallen, die einen davon abhalten einfach mal eine halbe Stunde etwas zu lesen, umzusetzen, zu verstehen und irgendwo da oben abzuspeichern.
Was gibt es sonst noch zu schreiben?
Ach ja: Wie viele Worte tippen wir, d.h. alle der Gattung “Computermensch”, eigentlich pro Tag auf Arbeit bzw. privat? Darüber würde ich gerne mal einen Artikel lesen! :)
Wie ist das eigentlich bei Euch mit den Ausbildern? Bekommt Ihr etwas gezeigt und auch die Hintergründe erklärt? Nimmst Du dir Zeit für deinen Auszubildenden oder erstickst Du in Arbeit und kannst ihm nichts zeigen?
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2008-11-21 - 3.57 pm
Allso ich bin eigentlich ganz glücklich mit meinem Betrieb. :-)
Ich arbeite in einer Seo(Internet Marketing) Firma und bin fester Bestandteil des Teams. Wir sind auch nur 7 Chaoten!! :-)
Ich darf mir sogar aussuchen was ich lernen darf. :O
Ich werde zum Fachinformatiker AW ausgebildet.
2 Lehrjahr…
2009-07-28 - 1.25 pm
Das ist ja sehr interessant! Der Artikel gefällt mir schon sehr, wie auch den ganzen Blog. Hier finde ich jedes Mal was geiles zum Lesen.Danke, weiter so!