Demnächst sind sie ja wieder – die alljährlichen Abschlussprüfung zur Berufsausbildung der IT-Berufe wie z.B. Fachinformatiker in den beiden Fachrichtungen Anwendungsentwicklung bzw. Systemintegration. Im Grunde genommen laufen diese Prüfungen seit Jahren in einem bewehrten Schema ab: Zunächst erfolgt eine schriftliche Prüfung, bei der entsprechendes Wissen “allgemeiner (technischer) Natur” abgefragt wird (also jetzt nicht individuell bezogen auf den einzelnen Auszubildenden). Dann, wenige Wochen später, erfolgt die Abschluss-Präsentation mit Interview-Phase zum Abschluss-Projekt der Ausbildung, welches die einzelnen Auszubildenden während der regulären Arbeitszeit in den einzelnen Betrieben durchgeführt und dokumentiert haben (hier wird dann individuell auf die jeweilige Situation des Auszubildenden eingegangen).

Wie soll man sich idealerweise zu diesen Prüfungen vorbereiten? Gibt es überhaupt ein “Patentrezept”? Diese beiden Fragen muss ich an dieser Stelle leider recht un-zufriedenstellend beantworten. Es ist leider sehr abhängig von den eigenen Lerngewohnheiten und Fähigkeiten, wie man erfolgreich diese Vorbereitungs-Phase durchzieht.

Im Idealfall hat man damit bereits vor einigen Monaten begonnen, denn gerade der Stoff für die schriftliche Prüfung ist in der Regel immer sehr umfangreich. Um die Vorbereitung einmal aus meiner eigenen persönlichen Sicht zu schildern, ist es ratsam, in einer kleineren Lerngruppe zu 5 oder 6 Personen gemeinsam die Vorbereitung zu machen.

Ich habe mich damals mit 5 Mitauszubildenden jeweils Samstags getroffen (idealerweise arbeitete einer von uns an einer Universität, so dass wir hier einen Seminarraum inoffiziell nutzen konnten) um dort jeweils von vormittags bis später mittags jeweils bereits stattgefundene Prüfungen “durchzugehen” und die Lösungen hierzu zu diskutieren. Dies führte vor allem häufig dazu, andere Blickwinkel zu beziehen, die Lösungen anderer kritisch zu betrachten und eigene Fehler zu erkennen. Häufig förderte diese aktive Auseinandersetzung mit den Aufgabenstellungen das Verständnis und nicht selten auch die Motivation. Denn wenn man ein sieht, dass man ein Stoffgebiet beherrscht, es sogar anderen erklären kann, dass diese es auch verstehen, hebt es die eigene Zufriedenheit. Die Prüfungsaufgaben findet man übrigens im Internet.

Die Nachmittage haben wir damit verbracht, dass jeweils einer von uns ein kurzes Referat zu einem speziellen Thema hielt. Sinn dieser Sache war es zum einen, in der anschließenden Manöverkritik ehrliche Kritik am Vortrag zu üben und hier konstruktiv die Sache zu verbessern, zum anderen aber auch die Angst zu verlieren, vor einer Gruppe etwas vorzutragen.

Natürlich beschränkte sich die Lernerei nicht nur auf die Samstage – jeder befasste sich natürlich auch die Woche durch abends nach Feierabend oder auch in der Berufsschule mit den Themen und Aufgaben. Im Mittelpunkt stand jedoch immer die Kommunikation untereinander per E-Mail oder ICQ oder dergleichen.

Wie bereitet ihr euch auf die Abschlussprüfung vor oder wie habt ihr euch damals darauf vorbereitet? Was würdet ihr heute anders machen? Welche Dinge sollte man auf jeden Fall tun?

Nutzt die Möglichkeit, eure Erfahrungen hier weiterzugeben :-) Es führt schließlich dazu, dass wir neue, qualifiziere Fachkräfte bekommen.

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